Kommunaltalk – Reden über Politik

Transparenz für die Ratsarbeit – Im Dialog mit den Bürgern

Archiv für Juni, 2010

„Fraktion im Dialog“ ein Erfolg, aber auch nur ein Anfang

Erstellt von Johannes Hillebrand am 3. Juni 2010

Kindergarten (C) by knipseline/pixelio.de

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Am Montag Abend lud die SPD- Fraktion im Rahmen ihrer regulären Fraktionssitzung zu einem Gedankenaustausch zum Thema Kindergärten ein. Wie schon zuvor, bei den Veranstaltungen zur Gewaltpräventation für Kinder und zur Lidl- Ansiedelung, standen die Bürger und ihre Meinung im Mittelpunkt. Die Bürgermeisterin Frau Dittmer- Scheele stand als Vertreterin für die Verwaltung für Fragen zur Verfügung und Erzieherinnen aus Kindergärten brachten ihre Ansichten und Eindrücke ein.

Zentrales Thema war die Versorgung mit Kindergartenplätzen angesichts sinkender Geburtenzahlen, insbesondere auf den Dörfern. Das Aktionsbündnis Westerholz war hier vertreten, und brachte nochmal seine Befürchtungen, aber auch seine Ideen zum Erhalt des Kindergartens ein. Auch die Neuausrichtung der Kindergärten in Ostervesede und Wohlsdorf als Waldkindergarten/ musischer Kindergarten wurde diskutiert. Und auch das Angebot der evangelischen Kirchengemeinde, eine Kinderkrippe einzurichten, wurde nochmal thematisiert. So unterschiedlich die Sorgen der Eltern auch waren, es waren sich alle einig, dass man das Problem gemeinsam angehen muss.
Folgende Punkte wurde von verschiedenen Seiten angesprochen:
  • Versorgung mit Krippenplätzen
  • Anzahl der Kinder in einer Regelgruppe/ Betreuungsquote
  • Einrichtung eines kirchlich ausgerichteten Kindergarten
  • Schwerpunktkindergärten (möglichst im Kernort, um auf den Dörfern ein Regelangebot für alle vorzuhalten)
  • Altersübergreifende Gruppen (Öffnung für Kinder ab zwei Jahren), um die Auslastung von kleinen Gruppen zu verbessern
Das ist natürlich noch kein fertiges Konzept, spiegelt aber die Wünsche der Eltern wieder. Aber auch die Erzieher haben Wünsche, so ist vielen eine Gruppengröße von 25 Kindern bei nur zwei Betreuern zu groß. Auch die Entwicklung ihres Berufbildes sehen sie mit gemischten Gefühlen. Sie wollen nicht Verwahranstalt für die Kinder sein, müssen sich aber mit ständig steigenden Anforderungen auseinandersetzen. Sie haben es mit Kindern aus schwierigen Verhältnissen zu tun, müssen aber gleichzeitig jedes Kind fördern und für den Schulbesuch fit machen. Sie stehen zwischen Eltern und Arbeitgebern, müssen sich mit knappen Budgets begnügen und haben trotzdem Freude an der Arbeit mit Kindern.
Wünschenswert wäre es, wen dies nicht das letzte gemeinsame Gespräch zum Thema Kindergärten war, und dass es am Ende wirklich so etwas wie ein Konzept für alle jetzigen und zukünftigen Kindertagesstätten gibt welches dann schrittweise realisiert wird.

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